Zirkus
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Zirkus in BochumSCHULEN
Spaß haben und Respekt zeigen
28.03.2012 | 16:56 Uhr
Werne. Beim Coolness-Training im Erich-Brühmann-Haus machen Kinder Zirkus mit fairen Regeln. Donnerstag steigt die Aufführung
Hereinspaziert! Hereinspaziert in die Zirkuswelt Kreyenfeld! So heißt es für die 245 Schüler an der Amtmann-Kreyenfeld Grundschule. Im Erich-Brühmann-Haus bringen sie am heutigen Donnerstag, 29. März, 16 Uhr, mit Tanz, Akrobatik, Jongleur, Fakir und Clownsnummern die Ergebnisse ihres einwöchigen theater- und zirkuspädagogischen Projektes zur Aufführung. Eintritt: drei Euro.
Spannend für die Schüler war dabei nicht nur das Einüben von verschiedenen Zirkusnummern. Es ging auch immer wieder darum, hinter die Kulissen der Zirkuswelt zu schauen, Neues auszuprobieren und das mit Fleiß und Unterstützung einzuüben. Dies führte dazu, dass die Schüler ihre Inlineskater, Waveboards oder Einräder mitbrachten und ins Bühnenprogramm einbauen können.
Trainer Jürgen Berger und sein achtköpfiges Team stellten einen Leitsatz auf: „Jedes Kind soll seine eigenen Fähigkeiten und Stärken herausfinden können.“
Regeln gab es auch, denn dieses Coolness-Training hatte auch pädagogische Ziele. Zum Beispiel: Jedes Kind soll alles, was es begonnen hat, zu Ende bringen. Dazu zählte, sich bei den Trainern, Lehrern, den zahlreichen Helfern und bei Freunden Hilfe zu holen.
Der 10-jährige Nico unterstützte zum Beispiel seinen Freund Julian bei der Balljonglage auf dem Medizinball. „Nur gemeinsam bekommen sie das zustande“, erläuterte Berger dazu, dem es wichtig ist, dass die Kinder soziales Miteinander mit Kompromissen für das gemeinsame Werk einüben.
Weitere vorab aufgestellte Regeln für alle Schüler waren zum Beispiel Respekt voreinander, Disziplin sowie die „Stopp-Regel“. Dies bedeutet: Jedes Kind hat eine Privatsphäre und macht deutlich, was es möchte und was nicht. Die anderen müssen das akzeptieren. Ansonsten drohen Konsequenzen. Berger unterstrich während der Trainingseinheiten mit den Schülern: „Wichtiger als der Auftritt der Kinder ist der Prozess des sozialen Miteinanders, der in dieser Woche stattfand.“
Bälle aus Luftballon
Das Coolness-Training mit zirkuspädagogischen Elementen leitete die Kinder an, sozial miteinander Kontakt aufzunehmen. Dazu gehörte nicht nur, dass die Schüler – wie etwa bei der Pyramide in der Akrobatik – klassenübergreifend Nummern einstudierten. Die Klassen wurden auch zu Gruppen mit 50 bis 60 Kindern aufgelöst. Beim Arbeitsprogramm wechselten sich deshalb persönliches Einstudieren und Gruppenaktionen ab.
Hinzukamen Bastelaktivitäten. Die Schüler stellten zum Beispiel selbst Jonglierbälle aus Luftballon und Sand her. Jongliert wurde auch mit Klobürsten. Berger: „Wir wollten den Kindern deutlich machen, dass man keine teuren Spezialgeräte braucht, um so etwas zu machen.“
Wicho Herrmann
